Freitag, 25. April 2014

Literaturpreis Ruhr-Mark

Preisverleihung
Donnerstag, 27. Februar 2014, 17.00 Uhr
Stadtbücherei Hohenlimburg, Langenkampstraße 14

Volles Haus beim Gastgeber Hohenlimbuch
„Mit solch' einem Zulauf hätte ich nie gerechnet“, so Karl-Wilhelm Stadtler,  stellv. Vorsitzender des Freundeskreises Hohenlimbuch. Und in der Tat war es höchst erfreulich, wie viele LiteraturInteressierte den Weg in die Hohenlimburger Stadtbücherei gefunden hatten. „Eine Preisverleihung ist immer ein Magnet“, erklärte eine Zuhörerin das außerordentliche Interesse. „Man erwartet einfach etwas Neues, Inspiriertes, Spannendes.“  „Und das, was wir hier erlebt haben, ging deutlich in die Richtung – ich bin begeistert“,  ergänzte ihre Sitznachbarin.

Das musikalische Rahmenprogramm durch das Crueger-Trio aus Iserlohn bereitete den Boden für eine wunderbare Atmosphäre, in die die Preisverleihung und die anschließende Lesung der Gewinner eingebettet waren.
Durch die Veranstaltung führte die Vorsitzende des Autorenkreises, Annette Gonserowski, locker und kompetent. Sie nahm auch – zusammen mit  Regina Lindemann – mit sichtbarem Vergnügen die Preisverleihung vor.
Einen kurzen Einblick in Ziel und Anliegen des Autorenkreises gab Brigitta Willer und Ernst Dossmann griff in einem gelungenen Statement ein Problem der Juroren auf, nämlich aus einer Vielzahl von hervorragenden Beiträgen  die preiswürdigen herauszufiltern.
Im Bereich Prosa hatten sich schließlich durchgesetzt die Autoren Peter Teuchert, Witten (Platz 1); Michael Lange, Ennepetal ( Platz 2), und Nijanani Novalinga, Schwelm und Marmora/Canada , leider nicht anwesend, da in Canada.
Bei den Lyrikern hoben sich heraus Michael Starcke, Bochum
 (1. Platz); Christiane Röper, Iserlohn ( 2. Platz)  und Dr. Bernd Kämper, Iserlohn (3. Platz).
Das Publikum bedankte sich  mit riesigem Beifall bei den Lesenden für einfühlsame Lyrik und ausgesprochen unterhaltsame Prosa.
Im Schlusswort bedankte sich  Annette Gonserowski bei dem Förderkreis Hohenlimbuch für perfekte Gastfreundschaft.
B.W.

Donnerstag, 26. September 2013

Die Fünfziger in Text und Musik

Brigitta Willer liest
Texte aus den fest gefügten Fünfziger
und Glossen aus dem Pott
Norbert Neukamp unterstreicht
mit Klaviermusik den
Zeitgeist der Fünfziger
26. September 2013, 10.00 - 11.30 Uhr
Senioren-Service- Wohnen
Köhlerweg 5-7, Hagen-Emst

Eintritt frei
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Mittwoch, 19. Dezember 2012

Lesungen/Veranstaltungen 2013

Unbedingt vormerken:

Literatur – Malerei – Musik
ein Kaleidoskop der Kunst im Karree
Mittwoch, 15. Mai 2013 (wahrscheinlich gegen 18.00 Uhr / der genaue Zeitpunkt wird noch angegeben)
im Karree der Sparkasse Hagen

Der Autorenkreis Ruhr-Mark stellt am heutigen Abend/Nachmittag eine bunte Vielfalt künstlerischen Gestaltens vor.

Fünf Literaten werden Sie unterhalten mit Texten aus dem Pott, mit Prosa der Erinnerung, aber auch mit feinfühliger, oft auch prägnanter Lyrik.

Die Hagener AutorenInnen Brigitta Willer und Gernot Burgeleit stellen das best of…ihrer Arbeiten vor, ebenso Velina van der Gaag (Wipperfürth), Hans-Werner Kube (Witten), Regina Lindemann (Gevelsberg) und Renate Schmidt-V. (Gevelsberg).

Den Rahmen für diese Veranstaltung bildet die Ausstellung anerkannter Malerinnen, ebenfalls Mitglieder es Autorenkreises Ruhr-Mark. Mechthild Holthaus, Brigitte Riechelmann und Renate Schmidt-V, haben sich ein Renommee erarbeitet über die regionalen Grenzen hinaus. Ihre Arbeiten wurden mit etlichen Preisen ausgezeichnet.

Die Märkische Swing Company schließlich bildet mit einer bunten Melodienfolge eine weitere unterhaltsame Facette des kaleidoskopartigen Kunstgenusses.

Ruhr-Mark freut sich sehr über die Zusage des Ersten Bürgermeisters der Stadt Hagen, Herrn Dr. Hans-Dieter Fischer, für ein Grußwort vor der Lesung.

Der Eintritt ist frei.

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Der Autorenkreis Ruhr-Mark

liest im
Literaturhotel Iserlohn
Leichtes und Beschwingtes
Ernstes und Nachdenkliches
in Lyrik und Prosa.
Die lesenden  Autoren und Autorinnen:
Wilfried Diener
Dr. H.H. Stricker
Emil Gätjens
Alma E. Lück
Theo Schmich
Brigitta Willer
Musikalische Begleitung: Walburga Eifler (Gitarre)

10. Oktober 2013, 14.30 Uhr Beginn mit gemeinsamem Kaffeetrinken,
15.00 Uhr Beginn der Lesung
Um Anmeldung wird gebeten unter 02371 820 720











Sonntag, 19. August 2012

Veranstaltungen 2012

Podiumsdiskussion im Literaturhotel Iserlohn

Mit einer Podiumsdiskussion gehen die Fantasy-Tage im Franzosenhohl in die dritte Runde. Dazu eingeladen sind:
der Hemeraner Fantasy-Autor Tom Daut,
Brigitta Willer, Ehrenvorsitzende des Autorenkreises Ruhr-Mark,
sowie Mitglieder des Literaturbüros Unna.
Andrea Reichart wird die Podiumsdiskussion moderieren.
Eintritt frei
Wann: 28.10.2012, 15.00 Uhr
Wo: Literaturhotel Iserlohn, Franzosenhohl, Danzweg 25

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Lesung in der Offenen Freiwilligenzentrale Hagenim Rathaus, Rathausstraße 13
am Mittwoch, 12. September 2012, um 17.00 Uhr

Lektüre zum Aufhorchen…

Brigitta Willer liest
- Skurriles
- Kritisches
- Heiteres
aus ihrem Buch "Pott und die Welt"

Der Eintritt ist frei


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Gemeinschaftsveranstaltung des Autorenkreises Ruhr-Mark
mit der Christine-Koch-Gesellschaft
Lesung und Diskussion im Literaturhotel Franzosenhohl, Iserlohn,
am 21.06.2012, 15.00 Uhr
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Lesung im Literaturhotel Franzosenhohl, Iserlohn,
aus der Jubiläumsanthologie „Streifzüge“
am 04.10.2012, 15.00 Uhr
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Samstag, 18. August 2012

21.06.2012
Literaturhotel Franzosenhohl:
Ruhr-Mark und Christine-Koch-G. begeistern in einer gemeinsamen Lesung

Sauerländer AutorInnen und SchriftstellerInnen des Reviers stellten Ihre Werke gegeneinander, um typisch Gegensätzliches der beiden Regionen herauszuarbeiten, aber auch um eine Menge Gemeinsamkeiten zu finden. Und trafen in ihrer Vielfalt genau den Geschmack des Publikums. Es bedankte sich immer wieder mit begeistertem Beifall.

Es lasen:
H.W. Kube, Witten//J. Keller, Arnsberg//E.Ruhenstroth, Gütersloh//W. Diener, Iserlohn//Th. Schmich, Essen// S. Olms, Olpe//B. Willer, Hagen







Freitag, 17. August 2012

Lesung im traditionsreichen Ollen Dreisch

23.Oktober 2009, 17.00 Uhr
Erfreulich, wie viele Wehringhauser (und nicht nur Wehringhauser) literaturinteressiert sind. Die Hütte war voll und es hat Spaß gemacht, vor dieser Kulisse zu lesen.

Freitag, 2. Januar 2009

Kurzgeschichte aus
„Pott und die Welt…“
(Brigitta Willer)
Deeskalieren?

Und jetzt auch noch ein Schwarzer! – Die zwei Grauhaarigen blickten besorgt dem neuen Fahrgast entgegen. Es war kurz nach drei Uhr morgens, vier, fünf S-Bahn-Stationen nach ihrem Einstieg in Wehringhausen. Schon seit geraumer Zeit fragten sie sich verängstigt, wie diese Fahrt wohl enden würde. Sie verfluchten bereits den frühen Flug, für den es nur diesen Zubringer gegeben hatte.

Eine Station nach ihnen – am Heubing - waren drei Glatzen zugestiegen, lässig halbvolle Bierflaschen schwenkend und mit ausgebeulten Taschen, in denen sich leicht weiterer Stoff vermuten ließ. Dass die nicht zur Frühschicht wollten, war offensichtlich. Wichtig waren sie – grölten es in alle Richtungen, hoben den Arm auf Schulterhöhe und grüßten auf einschlägige Art – Herrenmenschen eben!
Den Wagen zu verlassen trauten sich die zwei Alten nicht – hätten sie doch diese Gang passieren müssen. Also machten sie sich unsichtbar, vermieden jeden Sichtkontakt. Schreckten aber jedes Mal zusammen, wenn wieder braune Tiraden aggressiv herausgebölkt wurden.
Klara, klein und zierlich und immerhin knapp 70, sah sich vorsichtig um – was war zu tun? Die Notbremse war mit ein paar Schritten erreichbar - aber was dann? Oder lieber das Handy - aber welche Nummer? Wenn doch nur ein paar Leute zusteigen würden! – Das Gegröle wurde immer unerträglicher – machte Angst.
Inzwischen kreiste auch eine Schnapsflasche im Trio. Mehr und mehr verloren die Jungmannen die Kontrolle über sich. Versuchtes Aufstehen ließ sie bereits in der leichtesten Kurve aus der Balance geraten.
In Schwelm – endlich – stiegen drei Personen zu. Junge Frauen – wohl eher noch Mädchen. Die zwei Grauen atmeten durch. Aber was sich da albern kichernd und auch nicht mehr nüchtern über die Sitze fläzte, war nicht die erwartete Hilfe. Im Gegenteil. Es stachelte die Glatzen nur an, noch mehr pöbelnd herumzugockeln.
Herausfordernde Blicke wanderten herüber und hinüber. Man kam sich näher – Platzreihe für Platzreihe.

Wenn die sich zusammentun, kommen wir hier nicht mehr heile raus, dachten die zwei Alten synchron. Und der Schwarze mittendrin war jetzt der Tropfen, der bald das Fass zum Überlaufen bringen würde. Und richtig – es ging los. Die Glatzen machten den Affen – von den Mädchen beklatscht und aufs Handy gebannt. „Willze ne Banane? – He, Nigger, sach schon!“–

Die Pulle machte erneut die Runde, jetzt die erweiterte - total blau inzwischen alle sechs.

Nach einer Weile merkten die zwei Alten, dass die Clique leiser wurde. Immer wieder streifte ein hämischer, selbstgefälliger Glatzenblick den Dunkelhäutigen. Das konnte nur bedeuten, es war etwas im Gange. Man robbte sich ran an die Sitzbank des elegant gekleideten Afrikaners. Oder doch Deutscher? Der blieb gelassen, wohl erfahrener im Umgang mit solchen Kanaillen. Nur nicht reizen diesen Mob – das hatte er verinnerlicht.

Deeskalieren – dieses Wort tauchte plötzlich aus dem Nebel der Angst im Kopf der 70-Jährigen auf. Als im Osten der Republik die Neos mal wieder zugeschlagen hatten, hatte es der Mann von der Polizeigewerkschaft gebetsmühlenartig wiederholt. Und es war hängen geblieben.
Damals hatten ihr guter August und sie der Mattscheibe noch eifrig Beifall genickt.- Doch das war zu Hause, auf ihrem Sofa. Wie aber deeskaliert man eine solch unübersichtliche Situation in der Realität? War bei den Suffköppen überhaupt noch etwas zu deeskalieren?
Vielleicht bluffen?

„Gott sei Dank – die Polizei“, Klara brüllte es geradezu heraus. August wusste gar nicht, was los war. „Polizei? Um Himmels Willen, wo?“
Solch eine lange Leitung hatten die Glatzen nicht. Das Wort Polizei riss sie magisch von den Sitzen. So benebelt konnten sie gar nicht sein, als dass dieser Ruf sie nicht elektrisierte. Nur raus, nichts wie weg hier. Blindlings stolperten sie dem Ausgang zu, stürzten, rappelten sich hoch. In Barmen quoll das besoffene Knäuel durch die geöffneten Türen hinaus auf den Bahnsteig. Bis auf einen Fuß. Der blieb hängen, verhakte sich zwischen Bahnsteigkante und Bahn. Konnte sich nicht befreien. Schon gar nicht in Hektik und im Suff. Der Schmerz schallte über den ganzen Bahnsteig. Brüllte um Hilfe. Die Angst der Kumpels vor Festnahme aber wog schwerer als ihre Kameradschaft. Und in nullkommanix waren sie verschwunden. Das „Ihr Schweine!“ des Eingeklemmten konnte sie auch nicht zur Hilfe bewegen. Noch eine Anzeige konnten sie sich nicht leisten. Ihr Kerbholz war voll. – Die Feigheit trägt Glatze!

Ein großer dunkler Schatten beugte sich über den Unglücksraben. „Lassen Sie mal sehen“, dröhnte ein Bass mit dem kehligen Tonfall des Yankees, „ich bin Arzt – vielleicht kann ich was für Sie tun.“